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Was Corporate Alignment Meetings wirklich kosten

Von Adam G·

Ich saß letzte Woche in einem „Alignment-Meeting“, das einberufen wurde, um sich über die Ergebnisse eines vorherigen Alignment-Meetings abzustimmen. Das ist kein Witz. Das ist ein ganz normaler Dienstag. Das bedeutet „Alignment“ in den meisten Unternehmen wirklich: Niemand möchte die Entscheidung treffen, also einigen sich alle darauf, sich noch einmal zu treffen.

McKinsey hat über 1.200 Manager befragt und herausgefunden, dass Führungskräfte 40 % ihrer Zeit mit Entscheidungen verbringen – und 61 % sagen, dass der Großteil dieser Zeit ineffektiv ist. Bei einem typischen Fortune-500-Unternehmen entspricht das 530.000 verschwendeten Manager-Tagen pro Jahr. 250 Millionen Dollar sind weg. Nicht für schlechte Entscheidungen – sondern für den Prozess, ihnen auszuweichen. Das Schlimmste daran? McKinsey fand außerdem heraus, dass in Dutzenden von Organisationen 40 % der Personen, die an einer bestimmten Entscheidungssitzung beteiligt waren, null Wert beitrugen. Nicht, weil sie inkompetent wären – sondern weil sie nicht hätten da sein müssen. Sie wurden eingeladen, weil ein Ausschluss als „fehlendes Alignment“ gegolten hätte.

Productivity Theatre in seiner elegantesten Form

Das ist Productivity Theatre in seiner elegantesten Form. „Alignment“ ist das Corporate-Wort für Feigheit. Es klingt kollaborativ. Inklusiv. Strategisch. Aber was es in Wirklichkeit bedeutet, ist:

  • Niemand besitzt die Entscheidung
  • Jeder erhält ein Vetorecht
  • Das Meeting existiert, damit das Scheitern auf alle verteilt wird
  • Es wird ein weiteres Meeting angesetzt, um den Kreis zu schließen

Die Entscheidung selbst erfordert 30 Sekunden Mut

Hier ist die Ironie: AI kann die Daten zutage fördern, die Szenarien modellieren und die Empfehlung innerhalb von Minuten entwerfen. Die Entscheidung selbst erfordert 30 Sekunden Mut. Aber Mut hat keine Kalendereinladung. Also planen wir stattdessen ein weiteres Alignment-Meeting.

Das ist kein fehlendes Alignment

Die Unternehmen, die gewinnen, sind nicht diejenigen mit den besten Alignment-Prozessen. Es sind diejenigen, die mutig genug sind zu sagen: „Ich entscheide. Wenn ich falsch liege, stehe ich dafür gerade.“ Das ist kein fehlendes Alignment. Das ist Führung.

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